von Markus Dannhäuser

In unsrer Pfarrei gibt es einige Zeltlager, die zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten von unterschiedlichen Gruppen initiiert werden. Wenn es die Entfernung erlaubt, dann erhalten die einzelnen Zeltlager Besuch aus dem Pastoralen Team. Für mich gings denn auch am vergangenen Sonntag zum Jugendzeltplatz Ferschweiler zum Detektiv-Zeltlager.

Ein Blick über den Zeltplatz
Unser Zeltlager… alle sind sie eben beim Vorbereiten des Gottesdienstes. Deshalb ist keine Menschenseele auf dem Bild zu sehen.

Gerade rechtzeig zum Sonntags-Brunch kam ich an. Die Auswahl an Essen ist groß, grade deshalb dauert die tischweise Verteilung länger als sonst üblich. Es ist schon nice, der Speisung der 80 zuzusehen und dann eine Runde mitzuessen. Gewissermaßen ein Vorgeschmack auf das Evangelium, das wir im Verlauf des Nachmittags verdauen werden: “Die Speisung der 5.000“.

Nachdem der Küchendienst seine Aufgaben erledigt hatte, ging es dann an die Vorbereitung des Lagergottesdienstes in Gruppen. Die Speisung der 5.000 – irgendwie hat das jeder schonmal gehört. Und irgendwie geht von diesem Geschehen ein Art magische Anziehung aus. Wobei: Mit Magie hat das alles wenig zu tun.
Dabei gibt es noch mehr in dem Text zu entdecken. Ich bin sonst öfter im Kreis Trauernder unterwegs, also Menschen, die um einen Lieblingsmemschen trauern. So bleibe ich an den ersten Zeilen des Textes hängen, der da lautet:
“In jener Zeit, als Jesus hörte, dass Johannes enthauptet worden war, zog er sich allein von dort mit dem Boot in eine einsame Gegend zurück.”. Nicht so häufig ist in den Texten zu lesen, wie es Jesus geht – also wie sein Wohlbefinden ist. Und sein Wohlbefinden schreit zu Beginn dieser Szene nach Ruhe und Stille, nachdem er eine wichtige Person verloren hat. Einerseits war Johannes ja verwandt mit ihm, andererseits: Johannes ist deshalb gewaltsam zu Tode gekommen, weil er seiner Berufung gefolgt ist. Und für Jesus… naja, er ist ja auch nur ein Mensch. Schließlich hat er vor, seinen Auftrag zu erfüllen… dennoch wirft ein Tod im nahen Umfeld Fragen auf. Und er hat vor, sich seiner Berufung in aller Stille zu vergewissern. Nur wird daraus nix, die Menschen spüren ihn schnell auf und…. Jesus hat Mitleid mit ihnen. Hier entscheidet sich für ihn, wahrscheinlich schneller als gewollt, ob er nun seiner Berufung folgen will oder ob er vielleicht doch einen Gang zurückschaltet.

Einige Gruppen bildeten wir:

Kreativgruppe

Ihr bringt unser Evangelium auf die Bühne. Wir brauchen: Ein Anspiel.
Ihr nehmt die Detektivlupe und schaut: Was geschah wirklich dort? – So könnte es gewesen sein.
Und: Wenn wir uns DAS zum Vorbild nehmen – wie können wir die Welt ein kleines bisschen netter machen?

Vorbereitung des Zeltes / des Platzes

Unser Zelt oder unser Platz muss für den Gottesdienst hergerichtet werden.
Da ist allerhand zu erledigen:
* Einige Blumen wären schön
* Ein Kreuz darf gebastelt werden
* Wir brauchen auf dem Zeltplatz mindestens 3 gebastelte / handgeschriebene Plakate.

Musikgruppe

Zu einem Gottesdienst gehört eine gute Liedauswahl!
Wählt Lieder aus und übt sie wie ein Chor ein.
Und es bilde sich eine kleine Untergruppe: Wir nennen sie KI-Musikgruppe.
Wer kennt sich mit KI ein bisschen aus?
Wir hätten gerne ein selbstgemachtes Lied, passend zum Thema, ein Ohrwurm.

Gebetsgruppe

Zu jedem Gottesdienst gehören Gebete.
Aufgabe ist es zwei Gebete zu schreiben, eins so ziemlich am Anfang und eines gegen Schluss.
Das, was wir auf dem Herzen haben, richten wir nach oben.

Fürbittgruppe

Wir wünschen uns das Zusammenleben auf der Erde oft anders.
Für einige Dinge, sind wir selbst der Schlüssel, dass die Welt besser wird.
Für anderes brauchen wir Gottes Hilfe und Unterstützung.

Die Aufträge waren noch feiner ausgearbeitet und in einzlne Briefumschläge verpackt.
Die Vorbereitung hat sich ausgezahlt, es kamen kaum Rücckfragen und es war eine ganze Weile ruhig und Still auf dem Platz, weil so ziemlich alle beschäftigt waren.

Zeltlager der KJG Ingelheim in Ferschweiler.
Im Vordergrund noch einige der Gottesdienst-Utensilien. Aufgrund der Trockenheit war nichts blumigeres zu pflücken.
Nach dem Gottesdienst stellten sich alle Teilnehmenden zum großen Gruppenphoto auf. So hat jeder sein Shirt angezogen.

Also, Leute!
Ich finde die Texte waren Klasse und sprachen den Leuten aus den Herzen.
Besonders cool war das Lied der KI-Musikgruppe.
Es ist ein gut mitsingbarer Song geworden.
Ich werde ihn hier noch die Tage anfügen, wenn die Zeltlagergruppe zurück ist.

Insgesamt war ich recht lange den Tag unterwegs… aber die Begegnung und Gedanken… fantastisch.
Ein echtes Geschenk.
Danke, Danke, Danke,
dass ich die KJG St. Remigius / St. Michael Ingelheim beim Zeltlager in Ferschweiler besuchen durfte.

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